Steuer-ID

In letzter Zeit gab es immer wieder Fragen rund um die Steuer-ID, weil Geflüchtete bei Abschluss eines Arbeitsvertrags danach gefragt werden.

Hier einige grundsätzliche Informationen dazu:
Jeder, der in Deutschland gemeldet ist, bekommt eine Steuer-ID (auch steuerliche Identifikationsnummer, IdNr. oder Steuer-IdNr.). Diese Nummer ist eine bundeseinheitliche und dauerhafte Identifikationsnummer für Steuerzwecke.

Die Steuer-ID braucht nicht beantragt zu werden, sie wird automatisch vom Bundeszentralamt für Steuern verschickt, sobald sich jemand zum ersten Mal bei einem Einwohnermeldeamt in Deutschland anmeldet. Das geschieht unabhängig davon, ob es sich um einen deutschen Staatsbürger handelt, oder um einen Geflüchteten. Auch der Status eines Geflüchteten (Asylverfahren abgeschlossen oder nicht) spielt keine Rolle.
Jeder Geflüchtete sollte also bereits eine Steuer ID haben. Das Schreiben dazu sieht so aus, wie auf Seite 2 des Merkblattes.

Wer dieses Schreiben nicht mehr hat, kann eine erneute Mitteilung der ID beim Bundeszentralamt für Steuern beantragen:
https://www.bzst.de/DE/Steuern_National/Steuerliche_Identifikationsnummer/ID_Eingabeformular/ID_Node.html
Achtung: Das kann bis zu vier Wochen dauern!

Ein schnellerer Weg ist, beim Finanzamt anzurufen und um die Mitteilung der eigenen Steuer ID zu bitten:
Finanzamt Alfeld (Leine): 05181/705-0 oder
Finanzamt Hildesheim: 05121/302-0
Wichtig: Eine Steuer-ID wird aus Datenschutzgründen nicht telefonisch herausgegeben, sondern nur per Brief an die aktuelle Anschrift geschickt, also bitte darauf achten, dass die Anschrift korrekt und der Briefkasten beschriftet ist.
Ebenso kann die Steuer-ID im Bürgeramt der Kommune erfragt werden, in der man gemeldet ist. Auch hier ist natürlich eine Legitimation erforderlich.

Merkblatt „Steuer-ID“ inkl. Musterschreiben hier downloaden.

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