Wohnraum/Unterbringung

Dezentrale Unterbringung
Bei der Unterbringung von Flüchtlingen und Asylsuchenden kommen grundsätzlich verschiedene Unterbringungsmöglichkeiten zum Tragen.
Im Landkreis Hildesheim werden soweit möglich Flüchtlinge dezentral in vom Landkreis angemieteten Wohnungen in den Städten und Gemeinden untergebracht, so auch in Alfeld und den Ortsteilen.
Soweit möglich wird auf größere Unterkünfte, wie Gemeinschaftsunterkünfte, Sammelunterkünfte etc. verzichtet.

Was gehört zur Ausstattung einer Wohnung für die Flüchtlinge?
Die vom Landkreis Hildesheim als Sachleistung zur Verfügung gestellte Wohnung wird mit einer Grundausstattung eingerichtet, damit die Wohnung bezugsfertig ist, wenn die Flüchtlinge zu uns kommen.
Dazu gehören je Bewohner/-in 1 Bett, 2x Bettwäsche, 2 Spannbettlaken, 1 Schrank, 1 Tisch, 1 Stuhl. Die Küche wird ausgestattet mit Herd, Kühlschrank, Spüle, Hängeschrank und Unterschrank.
Nachbeschaffungen und Reparaturen dieser Gegenstände erfolgen durch den Landkeis Hildesheim, Team AsylbLG/Wohnraumvermittlung.
Die Haushaltsgemeinschaft erhält ein Hausratpaket zum Start, das aus Besteck, Töpfen,Pfannen u.a. besteht .
Nachbeschaffungen zum Hausrat sind aus eigenen Mitteln zu finanzieren.

Gibt es in den Unterkünften Telefon, Fernsehen & Internet?GEZ-Information-komplett
Kann der Landkreis oder die Stadt Alfeld (Leine) das organisieren?

Nein, dies gehört nicht zu den Aufgaben des Landkreises oder der Stadt Alfeld (Leine) und muss von den Flüchtlingen selber organisiert werden.
Die private Überlassung von Internet- und/oder WLAN-Anschlüssen könnte rechtliche Konsequenzen (z.B. bei Urheberrechtsverletzungen) zu Folge haben. Wir raten daher von privaten Bereitstellungen ab.
Fernsehanschlüsse sind teilweise vorhanden, werden aber ebenfalls nicht durch den Landkreis oder die Stadt bereitgestellt.
Flüchtlinge sind von der GEZ-Gebühr befreit. Aber Achtung, der Landkreis muss die GEZ informieren, das betroffene Wohnungen eine Flüchtlings- bzw. Asylunterkunft sind. Das Bürgeramt Alfeld hält dazu eine entsprechende Informationbereit.

 

 

Wie lange bleiben die Flüchtlinge in den vom Landkreis angemieteten Wohnungen?
Das ist bei den einzelnen Personen ganz unterschiedlich und hängt hauptsächlich davon ab, wann das Asylverfahren in Deutschland abgeschlossen werden kann. Erfahrungsgemäß versuchen die Personen, wenn sie ein Daueraufenthaltsrecht in Deutschland haben, sich selbst sehr schnell eine eigene Wohnung zu suchen. Der Landkreis unterstützt beim Umzug.

Anerkannte Flüchtlinge mit Bleiberecht sind nicht mehr in der Verantwortung des Landkreises. Sie müssen sich selbst eine Wohnung suchen und sich beim Jobcenter anmelden.

Kann ich Wohnraum zur Verfügung stellen und an wen wende ich mich?
Grundsätzlich ist der Landkreis Hildesheim Ansprechpartner.
Es besteht aber zwischen der Stadt Alfeld (Leine) und dem Landkreis Hildeshein eine sehr enge Zusammenarbeit, so dass freier Wohnraum direkt bei der Stadt Alfeld (Leine) unter 0 51 81 / 703-116 oder per Email unter quintel.matthias@stadt-alfeld.de angeboten werden können.
Diese Vorgehensweise verkürzt die Reaktions- und Entscheidungszeiten massiv und hat sich in der Vergangenheit bestens bewährt.
Eventuell vorhandener freier Wohnraum aus anderen Gemeinden, Kommunen usw. kann ebenfalls unter obigen Kontaktdaten gemeldet werden oder an die E-Mailadresse wohnraum@landkreishildesheim.de.

Sind Flüchtlinge in den Wohnungen „Untermieter“?
Nein, die Flüchtlinge werden in die angemieteten Wohnungen nach dem Niedersächsischen Aufnahmegesetz eingewiesen und haben keinen Mieterstatus. Das Hausrecht in den Wohnungen übt der Landkreis Hildesheim aus. Hierbei werden die Interessen der Flüchtlinge beachtet.

Was passiert bei Schäden oder Mängeln an der Wohnung / Unterkunft?
Für Schäden oder Mängel an den jeweiligen Wohnung kommt der Landkreis Hildesheim auf bzw. sorgt für deren Abhilfe.
Es entbindet den Vermieter aber nicht von seiner Fürsorgepflicht als Vermieter im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben.

Dürfen ehrenamtliche Helfer/-innen die Räumlichkeiten von Asylbewerbern/Flüchtlingen betreten?
Ja, nach vorheriger Abstimmung mit dem Landkreis über Zweck und Umfang der Besuche.

Mängelmeldungen in Flüchtlings-Wohnungen
Sollte es gravierende Mängel in den Wohnungen geben, so sollten bitte grundsätzlich immer erst die dafür zuständigen Ansprechpartner vor Ort informiert werden.
Dies wären in erster Linie Frau Röbbeln, Herr Quintel oder Herr Dr. Hofmeister, je nachdem. Diese werden sich der Sache annehmen und wie gewohnt umgehend alles in die Wege leiten und je nach Mangel unmittelbar bzw. je nach Auftragslage entsprechend abarbeiten (lassen)
oder auch u. U. einen Umzug veranlassen. Dazu zählt auch das Informieren des Haus- und/oder Wohnungseigentümers, das Beauftragen von Handwerkern etc. pp.
Auch wenn bspw. Flüchtlinge mit ärztlichen Attesten in der Hand den Mangel dringlich machen sollte diese Weg zwingend eingehalten werden. Eigeninitiative ist immer begrüßenswert aber hier nicht unbedingt dienlich.

„Blaue Bescheinigung“ – Muster!
Bescheinigung für gemieteten Wohnraum/Angebot zur Wohnungsanmietung
(Original bitte beim Landkreis Hildesheim über den jeweils zuständigen Sachbearbeiter anfordern)

Vorderseite – Muster

 

Rückseite – Muster

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Richtwerte des Landkreises Hildesheim zu Unterkunftskosten
Gültig ab 01.07.2017
Zum downloaden einfach auf das Bild klicken.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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